Lokalisierung

Um die Lokalisierung und damit die Sprache des Systems  und der Programme auf  Deutsch umzustellen sind einige Konfigurationseinstellungen erforderlich. Es gibt die Lokalisierung des Systems (wie zum Beispiel dem Terminal) und der Anwendungen (z.B. Gimp) Diese können auch getrennt voneinander festgelegt werden. So kann man zum Beispiel festlegen, dass die grafischen Programme Deutsch bekommen, aber Fehlermeldungen in Englisch. Das ist z.B. bei einem Eintrag im Forum sinnvoll.

Optional: Verwenden von systemd als init-System

Das Gentoo-Handbuchs konzentriert sich auf OpenRC (das traditionelle Gentoo-Init-System) als Standard-Init-System. Wenn systemd gewünscht wird oder wenn Sie GNOME 3.8 und höher installiert (was systemd erfordert), konsultieren Sie bitte den systemd-Artikel.

Über die eselect Befehle können die vorhandenen lokalen Profile angezeigt und gesetzt  werden. Erst die Nummer über eselect locale list abrufen und durch eselect locale set setzen. locale-gen aktualisiert die localen Einstellungen.

localhost /home/michi # eselect locale list 
localhost /home/michi # eselect locale set x
localhost /home/michi # locale-gen

Durch den Befehl locale-gen werden die Variablen neu eingelesen.

Die Zeitzone wird wie folgt gesetzt:

localhost # cp /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime

Bitte vermeiden Sie die Zeitzonen / usr / share / zoneinfo / Etc / GMT *, da deren Namen nicht die erwarteten Zonen angeben. Zum Beispiel ist GMT-8 tatsächlich GMT + 8.

Konfigurieren Sie anschließend das Paket sys-libs / timezone-data neu, wodurch die Datei / etc / localtime für uns basierend auf dem Eintrag / etc / timezone aktualisiert wird. Die Datei / etc / localtime wird von der System-C-Bibliothek verwendet, um die Zeitzone zu kennen, in der sich das System befindet. Dies führen Sie wie folgt durch:

root #emerge --config sys-libs/timezone-data

Es sind verschiedene Dateien für die Einstellungen zuständig.:
/etc/portage/make.conf und /etc/env.d/02locale

Beispieleintrag in der /etc/env.d/02locale:

LANG="de_DE.UTF-8"
GDM_LANG="de_DE.UTF-8"
LC_COLLATE="C"

Um zum Beispiel Libreoffice auf Deutsch zu bekommen, muss das Sprachpaket mit dem USE-Flag L10N=de installiert werden.

localhost /home/fridolin # L10N="de" emerge -av libreoffice-l10n
These are the packages that would be merged, in order: Calculating dependencies... done! [ebuild R ] app-office/libreoffice-l10n-5.4.5.1::gentoo USE="-offlinehelp" L10N="de* -af -am -ar -as -ast -be -bg -bn -bn-IN -bo -br -brx -bs -ca -ca-valencia -cs -cy -da -dgo -dz -el -en -en-GB -en-ZA -eo -es -et -eu -fa -fi -fr -ga -gd -gl -gu -gug -he -hi -hr -hu -id -is -it -ja -ka -kk -km -kmr-Latn -kn -ko -kok -ks -lb -lo -lt -lv -mai -mk -ml -mn -mni -mr -my -nb -ne -nl -nn -nr -nso -oc -om -or -pa -pl -pt -pt-BR -ro -ru -rw -sa -sat -sd -si -sid -sk -sl -sq -sr -sr-Latn -ss -st -sv -sw-TZ -ta -te -tg -th -tn -tr -ts -tt -ug -uk -uz -ve -vi -xh -zh-CN -zh-TW -zu" 20.954 KiB Total: 1 package (1 reinstall), Size of downloads: 20.954 KiB Would you like to merge these packages? [Yes/No]

LINUGUAS=“de“ ist eine Grundeinstellung. L10N steuert, welche zusätzliche Lokalisierungsunterstützung installiert wird. Dies wird häufig für das Herunterladen zusätzlicher Sprachpakete verwendet. Wenn Sie LINGUAS in Ihrer make.conf eingestellt haben, möchten Sie wahrscheinlich L10N hinzufügen. Dadurch wird zum Beispiel OpenOffice auf deutsch kompiliert. Beispieleintrag in der /etc/make.conf

nano -w /etc/portage/make.conf
L10="de"
LINGUAS="de"

Die derzeitige Konfiguration der Lokale können Sie durch folgende Befehle überprüfen:

michi@localhost ~ $ locale -a
C
C.utf8
POSIX
de_DE
de_DE.iso88591
de_DE.iso885915@euro
de_DE@euro
michi@localhost $ zgrep NLS_DEFAULT /proc/config.gz
CONFIG_NLS_DEFAULT="utf8"

Weitere Infos zur Lokalisierung gibt es im  Gentoo wiki: https://wiki.gentoo.org/wiki/Localization/Guide/de