Installation

Gentoo Linux ist eine quellbasierte Distribution für erfahrene Linux-User. Sie eignet sich hervorragend für alle, die maximale Kontrolle über ihr System erhalten wollen. Mit Gentoo ist alles möglich – vom Server bis zum Desktop-System, vom Cluster bis zur einfachen Boot-CD. Die Nutzung als Live-System durch einen USB Stick ist ebenfalls möglich.

Für die Erstinstallation von Gentoo ist es empfehlenswert die ausführliche Anleitung unter  https://wiki.gentoo.org/wiki/Handbook:AMD64/Full/Installation/de anzuschauen. Wer Gentoo schon einmal installiert hat, möchte sicher eine kurze, übersichtliche Anleitung. Diese habe ich hier erstellt. 

Unter der Adresse https://www.gentoo.org/downloads/ gibt es die stage-Dateien für die Installation.

Eine  Partitionierung der Platte kann zum Beispiel über Gparted oder cfdisk durchgeführt werden.Cfdisk ist auf der Gentoo Installations-CD enthalten.

Schritt für Schritt:

tar-ball des stage und portage runterladen (beispielsweise über https://www.gentoo.org/downloads/mirrors

Hinweis: Es wird automatisch die englische Tastatur aktiv. Die deutsche Tastatur wird durch loadkeys de gesetzt.

localhost # loadkeys de

Partition einbinden

localhost # mount   /dev/sda1   /mnt/gentoo

Pakete entpacken

localhost # tar   -xvjpf   stage3*.tar.gz

System neu starten und die erforderlichen virtuellen Partitionen einbinden

localhost # reboot
localhost # mount   /dev/sda1   /mnt/gentoo
localhost # mount   --rbind    /dev   /mnt/gentoo/dev
localhost # mount   --rbind   /sys   /mnt/gentoo/sys

Die Variable /dev/sdx (Name der Partition) müssen ggf. angepasst werden.

Internetverbindungsdaten kopieren

localhost # cp   /etc/resolv.conf  /  mnt/gentoo/etc/

Abfrage zur Speicherung mit yes bestätigen
chroot abschliessen

localhost # chroot   /mnt/gentoo   /bin/bash

Ein Root-Passwort in der chroot Umgebung festlegen. Dies ist nach dem Reboot und erfolgreicher Installation dann aktiv.

localhost # passwd

DHCP Client installieren, Internetverbindung überprüfen

localhost # emerge -av dhcpcd
localhost # ifconfig

Wird bei ifconfig keine Verbindung angezeigt schauen Sie einmal unter Netzwerkkonfiguration

 

Konfigurationsdateien anpassen

localhost  # nano -w /etc/fstab
localhost  # nano -w /etc/portage/make.conf
localhost  # nano -w /etc/locale-gen
localhost  # echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf
localhost  # ln -s /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime

/etc/fstab – Festplattenpartitionen
/etc/portage/make.conf  – Portage Einstellungen
/etc/locale.conf – Lokalisierung

Locale aktualisieren

localhost  # locale-gen

Jetzt kann ein Profil ausgewählt werden und durch setzen der dazugehörigen Nummer aktiviert werden

localhost /home/fridolin # eselect profile list
Available profile symlink targets:
 [1] default/linux/amd64/13.0
 [2] default/linux/amd64/13.0/selinux
 [3] default/linux/amd64/13.0/desktop
 [4] default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome
 [5] default/linux/amd64/13.0/desktop/gnome/systemd
 [6] default/linux/amd64/13.0/desktop/plasma
 [7] default/linux/amd64/13.0/desktop/plasma/systemd
 [8] default/linux/amd64/13.0/developer
 [9] default/linux/amd64/13.0/no-multilib
 [10] default/linux/amd64/13.0/systemd
 [11] default/linux/amd64/13.0/x32
 [12] default/linux/amd64/17.0
 [13] default/linux/amd64/17.0/selinux
 [14] default/linux/amd64/17.0/hardened
 [15] default/linux/amd64/17.0/hardened/selinux
 [16] default/linux/amd64/17.0/desktop *
 [17] default/linux/amd64/17.0/desktop/gnome
 [18] default/linux/amd64/17.0/desktop/gnome/systemd
 [19] default/linux/amd64/17.0/desktop/plasma
 [20] default/linux/amd64/17.0/desktop/plasma/systemd
 [21] default/linux/amd64/17.0/developer
 [22] default/linux/amd64/17.0/no-multilib
 [23] default/linux/amd64/17.0/no-multilib/hardened
 [24] default/linux/amd64/17.0/no-multilib/hardened/selinux
 [25] default/linux/amd64/17.0/systemd
 [26] default/linux/amd64/17.0/x32
 [27] default/linux/amd64/17.1
 [28] default/linux/amd64/17.1/selinux
 [29] default/linux/amd64/17.1/hardened
 [30] default/linux/amd64/17.1/desktop
 [31] default/linux/amd64/17.1/desktop/gnome
 [32] default/linux/amd64/17.1/desktop/gnome/systemd
 [33] default/linux/amd64/17.1/desktop/plasma
 [34] default/linux/amd64/17.1/desktop/plasma/systemd
 [35] default/linux/amd64/17.1/developer
 [36] default/linux/amd64/17.1/no-multilib
 [37] default/linux/amd64/17.1/no-multilib/hardened
 [38] default/linux/amd64/17.1/no-multilib/hardened/selinux
 [39] default/linux/amd64/17.1/systemd
 [40] hardened/linux/amd64
 [41] hardened/linux/amd64/selinux
 [42] hardened/linux/amd64/no-multilib
 [43] hardened/linux/amd64/no-multilib/selinux
 [44] hardened/linux/amd64/x32
 [45] default/linux/musl/amd64
 [46] hardened/linux/musl/amd64
 [47] default/linux/musl/amd64/x32
 [48] hardened/linux/musl/amd64/x32
 [49] default/linux/uclibc/amd64
 [50] hardened/linux/uclibc/amd64

localhost  # eselect profile set x

Konfigurationsdateien danach aktualisieren:

localhost  # etc-update & sources /etc/profile

Falls gewünscht einen Spiegelserver auswählen, der in der Nähe ist um eine schnelle Verbidung zu bekommen:

localhost # emerge -av mirrorselect
localhost # mirrorselect -i -o >> /mnt/gentoo/etc/portage/make.conf

Portage aktualisieren:

localhost  # emerge --sync

Gentoo-Sources installieren:

localhost  # emerge -av  gentoo-sources

Falls gewünscht genkernel installieren:

localhost  # emerge  -av  genkernel-next

Kernel nach den eigenen Wünschen konfigurieren und Module kompilieren:

localhost  # make  menuconfig
localhost  # make
localhost  # make  modules_install

oder eine automatische Erstellung eines genkernel:

localhost  # genkernel-next  --menuconfig  all

Bootmanager GRUB installieren / konfigurieren
sdx muss mit dem gewünschten Installationsort angepasst werden. sda ist der Mbr, Partitionen starten mit /dev/sda1

localhost  # emerge -av grub2
localhost  # grub-mkconfig 
localhost  # grub-install /dev/sdx

Eine Empfehlung von mir: auf dem neu gestarteten System direkt ein #emerge -avuND world durchführen. Dies aktualisiert das System. Auch wenn noch keine aktuellere Datei da ist hat es einen Vorteil: es werden Überprüfungen der Konfigurationsdateien und Abhängikeiten durchgeführt. So können evtl. Probleme gleich erkannt werden.

Zur Erläuterung der Konfiguration des Netzwerkes