BIOS / UEFI

BIOS und UEFI – Die wichtigsten Unterschiede

Das alte BIOS wurde in den 1970er-Jahren entwickelt und kam erstmals 1981 auf dem allerersten IBM-PC zum Einsatz. Dementsprechend altmodisch wirkt das BIOS heutzutage auch – man erkennt eindeutig, dass das BIOS noch aus der MS-DOS-Ära stammt und nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist. Der Nachfolger UEFI bietet im Vergleich eine einfachere Benutzerführung und zusätzliche Funktionen, die heute zum Standard gehören. Das sind die wichtigsten Unterschiede:

  • Das alte BIOS ist  auf das VGA-Bildformat von 640 x 480 Pixeln beschränkt – UEFI-BIOS verwendet stattdessen deutlich höhere Auflösungen und Farbtiefen, was zu einer besseren Übersichtlichkeit beiträgt.
  • Außerdem lässt sich UEFI per Maus bedienen – beim BIOS seid ihr auf die Eingabe mit der Tastatur beschränkt.
  • Im Unterschied zum BIOS enthält UEFI  alle wichtigen Treiber, die Windows für den Systemstart benötigt. Deshalb verläuft der Bootvorgang beim UEFI deutlich schneller als mit BIOS.
  • UEFI verfügt zudem über einen Standardtreiber für die Netzwerkkarte. Damit könnt ihr schon vor dem Start des Betriebssystems den Netzwerkanschluss nutzen, z.B. um Firmware-Updates herunterzuladen und zu installieren.
  • Updates lassen sich bei UEFI direkt laden und installieren – beim BIOS müsst ihr das Update zunächst auf euren Rechner herunterladen und erst dann das BIOS flashen.
  • Festplatten werden mit UEFI anders partitioniert: Statt nur 4 primären Partitionen (BIOS) könnt ihr mit UEFI bis zu 128 Partitionen einrichten.
  • Außerdem können mit UEFI bis zu 3 TByte große Speichermedien verarbeitet werden (BIOS: 2,2 TByte).
  • Bei manchen Anbietern enthält kann das UEFI außerdem Spiele, einen RAM-Test oder einen Browser. Damit könnt ihr komplett ohne Betriebssystem im Internet surfen.

Verwenden von UEFI

Wenn Sie Gentoo auf einem System installieren, das UEFI zum Booten des Betriebssystems (anstelle des BIOS) verwendet, ist es wichtig, dass eine EFI-Systempartition (ESP) erstellt wird. Die Anweisungen für Parted unten enthalten die erforderlichen Zeiger, um diesen Vorgang korrekt auszuführen.

Das ESP muss eine FAT-Variante sein (auf Linux-Systemen manchmal als vfat angezeigt). Die offizielle UEFI-Spezifikation gibt an, dass die Dateisysteme FAT12, 16 oder 32 von der UEFI-Firmware erkannt werden, obwohl FAT32 für das ESP empfohlen wird. Formatieren Sie das ESP als FAT32:

root #mkfs.fat -F 32 /dev/sda2

Wichtig
Wenn keine FAT-Variante für den ESP verwendet wird, kann die UEFI-Firmware des Systems nicht unbedingt den Bootloader (oder den Linux-Kernel) finden und das System wahrscheinlich nicht starten!